Home Region Sport Schweiz/Ausland Magazin Agenda
Kanton
14.01.2026

Das sind die nominierten für die Wahl zum Sportler des Jahres im Aargau

Nora Meister Bild: Zvg
Eine Nominationsjury hat die sechs Nominierten für die Wahl "Aargauer Sportlerin oder Sportler des Jahres 2025" bestimmt.

Es sind dies Robin Gemperle (Ultra Cycling), Michelle Heimberg (Wasserspringen), Nora Meister (Para-Schwimmen), Ilaria Olgiati (Para-Badminton), Elena Quirici (Karate) und Noe Seifert (Kunstturnen).

Viel mehr Athletinnen und Athleten hätten aufgrund ihrer Leistungen eine Nomination verdient. Letztlich musste sich die Jury jedoch auf eine Auswahl von sechs Personen beschränken. Ein Blick auf das Sextett zeigt: Bereits zum dritten Mal in Folge sind die weiblichen Athletinnen bei der Wahl "Aargauer Sportlerin oder Sportler des Jahres" in der Mehrzahl. Wir stellen die sechs Nominierten vor, die um die Nachfolge von Olympiasiegerin Chiara Leone kämpfen.

Robin Gemperle (Ultra Cycling)

Ein neues Gesicht bei der diesjährigen Wahl ist der Aarauer Ultra Cycling Profi Robin Gemperle. Der frühere Mountainbiker hat in den letzten Jahren die Disziplin Ultra Cycling – also Rennen mit Distanzen von meist über 1'000 Kilometern, die über mehrere Tage am Stück gefahren werden – für sichentdeckt. Aktuell gilt Gemperle als der beste Ultra Cycling Athlet der Welt. Der 29-Jährige hat die Sportart mit seinen Leistungen und seiner professionellen Herangehensweise revolutioniert. Das hat er auch 2025 bewiesen, hat er doch mit der Tour Divide (4'300 Kilometer von Kanada bis Mexiko) und dem Silk Road Mountain Race (2'000 Kilometer und 35'000 Höhenmeter auf der Seidenstrasse) zwei der drei wichtigsten Monumente des Ultra Cycling Sports im selben Jahr gewonnen. Die Tour Divide hat er gar in einer neuen Rekordzeit gewonnen – fast zwei Tage vor seinem ersten Verfolger.

Michelle Heimberg (Wasserspringen)

Michelle Heimberg hat nach der verpassten Olympia Qualifikation für Paris im Jahr 2024 in der letzten Saison so richtig überzeugt. Die 25-Jährige hat an den Europameisterschaften gleich zwei Medaillen gewonnen: Gold vom 3-Meter-Brett – ihr erster internationaler Titel auf dieser Höhe – und Bronze vom 1-Meter-Brett. Zudem hat sie an den Weltmeisterschaften ebenfalls gross aufgetrumpft.Vom 1-Meter-Brett holte sie den starken fünften Rang. So gut war sie an Weltmeisterschaften bisher noch nie klassiert. In der Olympischen Disziplin vom 3-Meter-Brett klassierte sie sich an der WM auf dem achten Rang. Michelle Heimberg hat 2025 auch die Schweizer Meistertitel vom 1-Meter- und dem 3-Meter-Brett gewonnen.

Nora Meister (Para-Schwimmen)

Die Lenzburgerin Nora Meister hat sich auch in diesem Jahr eine Nomination für die Wahl zur Aargauer Sportlerin des Jahres verdient. Sie überzeugte mit tollen Auftritten an den Weltmeisterschaften in Singapur, wo sie sich gleich drei Medaillen sichern konnte. Zweimal gab es die silberne Auszeichnung und zwar einmal über 100 m Rücken und einmal in ihrer Paradedisziplin über 400 m Freistil.

Zudem sicherte sich die 23-Jährige auch noch die Bronzemedaille über 100 m Freistil. Für Nora Meister sind es die WM-Medaillen sechs bis acht, die sie in ihrer noch jungen Karriere bereits gewonnen hat. Die beiden Silbermedaillen aus dem Jahr 2025 sind dabei ihre Bestleistungen. Zuvor hatte sie an den Weltmeisterschaften jeweils immer die Bronzemedaille gewonnen. In diesem Jahr hat Nora Meister auch den Europarekord über 400 m Freistil geknackt – und dies erst noch im WM-Final.

Ilaria Olgiati (Para-Badminton)

Ilaria Olgiati aus Hottwil hat beim Saisonhighlight – den Europameisterschaften in Istanbul – auf ganzer Linie überzeugt. Die 25-Jährige, die erst seit 2020 Para-Badminton spielt, konnte sich zur dreifachen Europameisterin küren. Sie gewann die Goldmedaille im Einzel, im Doppel und im Mixed. Damit ist Ilaria Olgiati aktuell die unbestritten beste europäische Para-Badmintonspielerin und wurde für ihre herausragenden Leistungen im Jahr 2025 vom Badminton Weltverband BWF gar als "Para-Badmintonspielerin des Jahres 2025" ausgezeichnet. Ilaria Olgiati hat zudem auch den Schweizer Meistertitel im Einzel gewonnen.

Elena Quirici (Karate)

Elena Quirici aus Schinznach-Dorf hat im Jahr 2025 erneut bewiesen, dass sie eine absolute Ausnahmeathletin in ihrer Sportart ist. Die mittlerweile 31-Jährige hat an den Europameisterschaften die Bronzemedaille in der Gewichtsklasse bis 68 kg gewonnen und an den World Games konnte sie sich sogar erstmals die Goldmedaille umhängen lassen. Und weil sie bei den vier höchstdotierten Turnieren (Premier League) des Jahres ausserhalb von EM, WM und World Games drei Mal auf dem Podest stand, ist sie die aktuell beste Karateka der Welt (zum dritten Mal in Folge Grand Winner). Das beweist die Tatsache, dass sie gleichzeitig die Nummer eins in der ewigen Bestenliste, in der aktuellen Weltrangliste, in der Rangliste der Premier League und derjenigen der laufenden Saison war.

Noe Seifert (Kunstturnen)

Der Oftringer Noe Seifert hat 2025 Schweizer Sportgeschichte geschrieben. Er gewinnt als erster Schweizer Kunstturner seit 75 Jahren eine Mehrkampf-Medaille an Weltmeisterschaften. In Jakarta hat er sich mit einer sensationellen Leistung die Bronzemedaille gesichert. Zusätzlich hat der 27-Jährige auch noch die EM-Silbermedaille mit dem Schweizer Team gewonnen und war am Eidgenössischen Turnfest in Lausanne der stärkste Turner, womit er sich den begehrten Turnfestsieg und damit auch den Schweizer Meistertitel im Mehrkampf gesichert hat. An den Schweizer Mannschaftsmeisterschaften hat Noe Seifert zudem mit dem Team Aargau die Mannschafswertung gewinnen können.

So funktioniert das Voting

Ab sofort besteht die Möglichkeit, die Aargauer Sportlerin oder den Aargauer Sportler des Jahres 2025 zu wählen. Das Online-Voting läuft noch bis am Mittwoch, 4. März 2026. Unter allen Personen, die am Voting teilnehmen, werden Preise verlost. Die Stimmen des Online-Votings zählen zu 60 Prozent. Die restlichen 40 Prozent der Stimmen stammen von einer unabhängigen Fachjury. Der Sieger oder die Siegerin wird an der Aargauer Sport-Gala bekanntgegeben, die am 6. März 2026 im Campussaal in Brugg-Windisch durchgeführt wird.

Aarau24
Demnächst