Millionäre proftieren in Zürichs Stadtwohnungen
• Kolumne von Dr. Philipp Gut
Während die grösste Schweizer Stadt über strengere Kontrollen der Profiteure von staatlich subventionierten Wohnungen abstimmt, kommt ans Licht: In städtischen und Genossenschaftswohnungen leben zahlreiche Millionäre – und gar Multimillionäre.
Jeder Zwanzigste ein Millionär
Ein Auswertung von Statistik Stadt Zürich auf Anfrage des Tages-Anzeigers zeigt das Ausmass. In 3,8 Prozent der städtischen Wohnungen logieren Millionäre. Bei den Genossenschaftswohnungen sind es gar 5,2 Prozent, also mehr als jeder zwanzigste Mieter.
Stellt man sich also eine Überbauung mit zum Beispiel 500 Mietern vor, sind 26 davon Millionäre. Bei den Stadtwohnungen sind es 19.
Reiche Subventionsjäger
Nicht wenige dieser reichen Subventionsjäger verfügen gar über ein Vermögen von über zwei Millionen Franken. In den städtischen Wohnungen sind es 1,2 Prozent.
Der Tages-Anzeiger schreibt dazu beschönigend, in Stadt- und Genossenschaftswohnungen seien «die weniger wohlhabenden Teile der Bevölkerung klar übervertreten». Wäre ja noch schöner, wenn es umgekehrt wäre!
Rot-grüne Vetterliwirtschaft
Was Millionäre in vom Steuerzahler vergünstigten Wohnungen zu suchen haben, bleibt das Geheimnis der links-grünen Stadt und ihrer Politiker, die das zulassen.
Der Verdacht einer Klientel- und Vetterliwirtschaft ist jedenfalls nicht von der Hand zu weisen. Schon im Kommunismus hiess es: Alle sind gleich – und manche sind gleicher.
Dass die Stadtoberen die Millionäre in den städtischen Liegenschaften derart unverschämt profitieren lassen, zeigt: Von einer sozialen Politik haben sich die Cüpli-Sozialisten im roten und grünen Gewand längst verabschiedet.