Unsere Saisonprognose für den FC Aarau: Jetzt erst recht!
Es wäre einfach, vor dieser Saison skeptisch zu sein. Der FC Aarau hat zahlreiche wichtige Spieler verloren. Spieler, die in den vergangenen Jahren das Gesicht der Mannschaft geprägt haben. Spieler, die Qualität hatten und teilweise zu den besten Fussballern der Challenge League gehörten.
Und trotzdem lautet unsere Prognose für die Saison 2026/27 klar: Der FC Aarau steigt auf.
Vielleicht nicht trotz des grossen Umbruchs. Gerade deshalb.
Irgendwann braucht es einen Schnitt
Valon Fazliu ist weg. Elias Filet ist weg. Raúl Bobadilla ist weg. Auch Dorian Derbaci, Nassim Zoukit, Marvin Hübel und weitere Spieler haben das Brügglifeld verlassen. Olivier Jäckle hat seine Karriere beendet. Es ist ein erheblicher personeller Einschnitt. Auf den ersten Blick verliert der FCA damit Erfahrung, Tore und bekannte Gesichter.
Doch man muss auch eine unangenehme Frage stellen: Wie lange soll ein Verein an einer Mannschaft festhalten, die ihr grosses Ziel immer wieder verpasst? Der FC Aarau spielte in den vergangenen Jahren regelmässig um den Aufstieg. Immer wieder war die Super League zum Greifen nahe. Und immer wieder blieb am Ende die Enttäuschung.
Das bedeutet nicht, dass die Spieler der vergangenen Jahre schlecht waren. Ganz im Gegenteil. Aber manchmal braucht eine Mannschaft neue Impulse. Neue Hierarchien. Neue Spieler, die nicht die Erinnerungen an all die verpassten Chancen der vergangenen Jahre mit sich herumtragen. Genau diese Chance hat der FC Aarau jetzt.
Die Vergangenheit spielt diesmal weniger mit
Der psychologische Faktor wird im Fussball gerne unterschätzt. Wer mehrfach kurz vor einem grossen Ziel scheitert, nimmt diese Erfahrungen zwangsläufig mit. Sobald eine Saison in die entscheidende Phase geht, tauchen die Geschichten der Vergangenheit wieder auf. Die Barrage. Die vergebenen Möglichkeiten. Die entscheidenden Spiele, die nicht gewonnen wurden. Beim neuen FC Aarau betrifft das einen deutlich kleineren Teil des Kaders.
Unsere Prognose lautet Aufstieg
Natürlich ist diese Prognose mutig. Niemand weiss heute, ob ein 19 jähriger Neuzugang einschlägt, ob neue Innenverteidiger sofort funktionieren oder wer im Frühjahr tatsächlich um die ersten beiden Plätze kämpft. Wir glauben, dass der FC Aarau mit diesem Umbruch genau die Veränderung vorgenommen hat, die nach den vergangenen Jahren notwendig war.