Rund 40 Menschen starben, über 100 wurden verletzt. Die Polizei bestätigt die massiven Opferzahlen und die laufenden Ermittlungen zur Unglücksursache.
Brand in der Silvesternacht
In der Nacht auf den 1. Januar brach gegen 1:30 Uhr in der Bar «Le Constellation» ein Feuer aus. Das Lokal war während der Neujahrsfeierlichkeiten gut besucht, als es aus bisher ungeklärten Gründen zu dem Brand kam. Die Kantonspolizei Wallis bestätigte gegenüber Blick mehrere Tote und zahlreiche Schwerverletzte.
Augenzeugen berichten, dass Funken von pyrotechnischen Gegenständen, möglicherweise Wunderkerzen auf Champagnerflaschen, an der akustischen Decke Funken geschlagen und die brennbare Verkleidung entzündet haben könnten. Diese Beobachtungen sind derzeit von den Behörden unbestätigt und werden noch geprüft.
Opferzahlen und Zustände
Aktuell geht die Polizei von rund 40 Todesopfern aus. Viele der Verletzten befinden sich in kritischem Zustand. Laut Blick befinden sich zahlreiche Patienten in verschiedenen Spitälern in der Schweiz wie im Ausland, darunter auch Kinder und Jugendliche mit schweren Verbrennungen.
Die Identifikation der Opfer gestaltet sich schwierig, die genaue Zahl der Todesopfer konnte am Morgen nach der Tragödie noch nicht abschliessend genannt werden. Die Behörden stehen in engem Kontakt mit den Angehörigen und stellen psychologische Unterstützung bereit.
Augenzeugen und Stimmung vor Ort
Ein Bewohner von Crans-Montana, der oft in der Bar verkehrte, sagte gegenüber dem Blick: «Ich bin überrascht, dass es so lange ging, bis etwas passierte.» Er beschrieb die bar als beliebten Treffpunkt mit laxen Sicherheitsvorkehrungen.
Ein junger Mann, der kurz vor dem Brand am Einlass abgewiesen wurde, erzählte, dass eine geringe Zeitspanne über Leben und Tod entschieden habe.
Internationale Hilfe und medizinische Lage
Wegen der hohen Anzahl Schwerverletzter wurden Verletzte auch ausserhalb des Kantons und im Ausland versorgt. Polen und Frankreich nahmen Patienten zur Behandlung auf, um die überlasteten Schweizer Spitäler zu entlasten.
Ermittlungen zur Brandursache
Die Ursache des Feuers wird weiterhin untersucht. Zwar kursieren Hinweise auf Funken aus Pyrotechnik, doch bislang gibt es keine offizielle Bestätigung. Polizei und Staatsanwaltschaft arbeiten an der Klärung der Umstände des Unglücks, das als eine der schwersten Katastrophen in der jüngeren Schweizer Geschichte gilt.
Reaktionen und Folgen
Die Tragödie löste in der ganzen Schweiz Bestürzung aus. Nationale und internationale Institutionen reagieren mit Anteilnahme und Trauer. Die Tragödie in Crans-Montana überschattete den Jahreswechsel und hinterlässt Familien und Gemeinden in Schock und Trauer.