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Fussball
17.07.2026

Trotz Eskalation nach Cup-Spiel: Gewalt bei Spielen des FC Aarau nimmt ab

Bild: zVg.
Prävention, Dialog und die konsequente Verfolgung von Einzeltätern wirkt: Gewaltvorfälle bei Spielen des FC Aarau nehmen ab.

Das Bundesamt für Polizei fedpol erfasst im Gesamtschweizerischen Lagebild Sport gewalttätige Ereignisse rund um Fussball- und Eishockeyspiele. Die Informationen stammen von Polizeikorps, Sportverbänden und der SBB Transportpolizei.

Bewertet werden die Anreise, die Zeit vor dem Spiel, das Spiel selbst, die Phase nach dem Abpfiff sowie die Rückreise. Grün steht für keine oder wenige gewalttätige Ereignisse. Gelb bedeutet, dass es zu gewalttätigen Ereignissen gekommen ist. Rot bezeichnet Veranstaltungen mit besonders schweren Vorfällen.

Positive Entwicklung

Die Auswertung der beiden Saisonberichte zeigt für den FC Aarau eine positive Entwicklung. In der Saison 2024/25 wurden 34 von 42 erfassten Spielen mit Aarauer Beteiligung grün bewertet. Sechs Partien waren gelb und zwei rot.

In der Saison 2025/26 stieg die Zahl der grünen Spiele auf 37 von insgesamt 43. Gleichzeitig sank die Zahl der gelben Bewertungen von sechs auf fünf. Nur noch eine Partie wurde rot eingestuft.

Anteil grüner Spiele steigt auf 86 Prozent

Damit erhöhte sich der Anteil der grünen Veranstaltungen beim FC Aarau von 81 auf 86 Prozent. Gelbe oder rote Bewertungen gingen zusammen von acht auf sechs zurück. Das entspricht einem Rückgang um 25 Prozent.

Der Anteil der roten Spiele halbierte sich von 4,8 auf 2,3 Prozent. Die Entwicklung bei den Aarauer Spielen verläuft ähnlich wie im gesamten Schweizer Profifussball. Von den 414 zuletzt ausgewerteten Spielen der Super League und Challenge League bewertete fedpol 316 grün, 65 gelb und 33 rot. In der Vorsaison waren es 290 grüne, 78 gelbe und 43 rote Spiele.

Partie gegen YB bleibt einziges rotes Spiel

Die einzige rote Bewertung der Saison 2025/26 betrifft das Cupspiel zwischen dem FC Aarau und den Young Boys vom 20. September 2025 in Aarau. Fedpol ordnete beiden Anhängerschaften bewertungsrelevante Ereignisse zu.

Beim Barragehinspiel gegen den Grasshopper Club Zürich vom 18. Mai 2026 registrierte fedpol Vorfälle auf beiden Seiten. Bei den Aarauer Anhängern wurden ein Spielunterbruch, Pyrotechnik und Tätlichkeiten aufgeführt. Der Gästeseite wurden Sachbeschädigungen, Böllerwürfe, ein Spielunterbruch und Pyrotechnik zugeordnet.

SFL sieht eingeschlagenen Weg bestätigt

Die Swiss Football League wertet die gesamtschweizerische Entwicklung als Bestätigung der Präventions- und Sicherheitsarbeit.

«Die offiziellen Zahlen des fedpol bestätigen, dass sich die Sicherheitslage im Schweizer Profifussball weiter verbessert hat», sagt SFL CEO Claudius Schäfer. «Diese Entwicklung bestärkt uns darin, den Fokus weiterhin auf jene Massnahmen zu legen, deren Wirkung nachweisbar ist.»

Die Liga setzt dabei auf Prävention, Dialog und die konsequente Verfolgung von Einzeltätern. Gleichzeitig hält sie fest, dass jeder Vorfall von Gewalt, Diskriminierung oder Gefährdung einer zu viel sei. Auch die Statistik des FC Aarau zeigt zwar einen positiven Trend, macht aber deutlich, dass weiterhin Handlungsbedarf besteht.

  • Das Feuerwerk der YB Fans Bild: Aarau24
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  • Nach dem Spiel kam es zu Fangewalt Bild: zVg.
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  • Auch die Aarau Fans hielten sich nicht mit Pyros zurück Bild: Aarau24
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  • Bild: Aarau24
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